Smyrill von Asbeck

Smyrill von Asbeck unter Manfred Menges

Smyrill von Asbeck, geb. 1997, ist ein Sohn des Stedji frá Gardabae und Blika frá Skardi, die beide dreijährig aus Island importiert wurden.

Sein Vater Stedji frä Gardabae wurde 1995 vorgestellt, zunächst auf dem Wiesenhof, wo er Siegerhengst wurde und den Richterspruch erhielt: "Kerniger Junghengst mit hervorragenden Gängen, viel Ausdruck, gutem Gebäude und spritzigem Temperament", dann auf dem deutschen Zuchtchampionat, wo er den dritten Platz erreichte bei folgenden Einzelnoten: Tölt 8.83, Trab 8.5, Paß 8.17, Galopp 8.0, Temperament 8.83, Charakter 8.17, Form 8.5 und der Beurteilung: "Fünfganghengst, der Freude macht beim Reiten, in den Gängen taktklar, das Temperament ist gut regelbar".

Smyrills Mutter Blikafrä Skardi wurde 1994 unter dem Sattel geprüft und erreichte eine Gangbewertung von 8.10, Exterieur 8.0 und eine Gesamtnote von 8.06. Sie ist eine Tochter des in Schweden stehenden Hengstes Atli 1016 frä Sydra-Skördugili.

Smyrill selbst ließ schon im frühen Fohlenalter keinen Zweifel an seiner Gangverteilung aufkommen: zunächst nur Paß, der sich nach drei Wochen in taktklaren Tölt auflöste, dann nach ca zwei Monaten erste Trabschritte, doch blieb der Tölt seine dominante Gangart, locker und eher unspektakulär. Mit drei Jahren, als Handpferd oder neben dem Fahrrad zu oder von der Weide nach Hause, zeigte er dann schon mit viel Vorderhandaktion und bis ins hohe Tempo sein Potential im Tölt, so dass sich meine Entscheidung für sein Hengstschicksal langsam festigte. Hinzu kam sein Temperament, Lauffreude und feiner Nerv, der Unproblematische Umgang mit ihm in allen Situationen, seine Freundlichkeit ohne Aufdringlichkeit und dann - viereinhalbjährig- seine enorme Leistungsbereitschaft bei klar getrennten Gängen, die seine Trainerin Melissa Heinze so begeisterte.

Smyrill von Asbeck

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Heinz Pinsdorf führte ab Frühjahr 2003 bis hin zum DIZ, an dem Smyrill mit seiner Leichtigkeit und Lockerheit in den Gängen bestach und die höchste Reiteigenschaftsnote aller Hengste erreichte ( siehe: Das Islandpferd.94, S.35 und 40 ).

Smyrills Leichtigkeit und Lockerheit, bedingt durch seine enorme Schulterfreiheit, machen ihn für die Anpaarung mit Vier- und Fünfgangstuten, besonders solchen mit viel Trab- und Passspannung, gleichermaßen interessant. Sein spritziges Temperament, gepaart mit hoher Sensibilität, bedingen Leichtrittigkeit und Leistungsbereitschaft. Dies empfiehlt ihn für Stuten mit eher wenig oder phlegmatischen Temperament.

Ergebnisse der Materialprüfung nach IPO und den Richtlinien der FEIF auf dem Deutschen Islandpferde Zuchtchampionat 2003 in Kreuth:

Exterieur: Reiteigenschaften:
Kopf: 8.0 Schritt: 8.0
Hals: 8.33 Trab: 8.17
Rücken,Kruppe: 8.0 Tölt: 9.0
Gelenke: 7.83 Paß: 8.5
Gliedmaßen: 8.0 Galopp: 8.17
Hufe: 8.0 Temperament: 8.50
Proportionen: 8.33 Charakter; 8.33
Form: 8.67  
Gesamt Exterieur: 8.09 Gesamt Reiteigenschaften 8.54
Gesamtnote: 8.36

Richterspruch:
Beeindruckender feiner Fünfganghengst mit überragendem natürlichem Tölt, enormer Leichtigkeit und gutem Rennpaß. Sympatiscker Typ mit viel Ausdruck und bemerkenswert leichter Form unter dem Reiter. 2oo6 und 2007 wurde Smyrill von Silke Feuchthofen in der Zucht eingesetzt und auf einigen Turnieren vorgestellt, wobei er sich sofort für die Sportklasse A qualifizierte und folgende Ergebnisse erreichte: 2006 OSI Roderath l.P. Fünfgang (6.38), 4.P. T2 (6.23), 5.P. Speedpass (9.40); OSI Basselthof 2.P. Fünfgang (6.48); 2007 Bundeshengstschau 3.P. T 2 (7.04); OSI Zachow 2.P. Fünfgang (6.13) .